Päd­ago­gi­sche Leitlinien

In der Pri­mar­stufe wird in allen Klas­sen seit vie­len Jah­ren nach dem Prin­zip des »Indi­vi­dua­li­sier­ten Unter­richts« gearbeitet.

Fol­gende Punkte sind uns dabei beson­ders wichtig:

Jedes Kind muss die Mög­lich­keit haben:

  • in sei­nem eige­nen Tempo zu ler­nen, d.h. den zeit­li­chen Rah­men in bestimm­ten Gren­zen selbst zu setzen;
  • zu wäh­len, wann es was ler­nen möchte, bzw. kann, d.h. den inhalt­li­chen Rah­men in bestimm­ten Gren­zen selbst zu wählen;
  • selbst her­aus­zu­fin­den, wie es am bes­ten lernt, d.h. zwi­schen unter­schied­li­chen Lern­an­ge­bo­ten frei zu wählen.

Unser wich­tigs­tes Anlie­gen ist es jedoch, in der Schule Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen, in denen sich das Kind zu einer selbst­be­wuss­ten und sozia­len Per­sön­lich­keit ent­wi­ckeln kann. Dabei soll sich das Kind mit Freude und Zuver­sicht neuen Auf­ga­ben und Anfor­de­run­gen stel­len und eigene Schwä­chen und Stär­ken ein­ord­nen kön­nen. Dadurch lernt es, eigene Inter­es­sen zu ent­wi­ckeln, zu ver­tre­ten und zu ver­fol­gen, aber ebenso die Inter­es­sen und Fähig­kei­ten der ande­ren Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu akzep­tie­ren und sie als Berei­che­rung wahrzunehmen.

Grund­le­gende Ele­mente unse­res Unter­richts sind:

Ganz­tags­schule
Seit dem Schul­jahr 2013/14 ist die Grund­schule in allen Jahr­gän­gen Ganz­tags­schule nach dem GTS-Modell in der teil­ge­bun­de­nen Form. Das bedeu­tet, dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler diens­tags und don­ners­tags Regel­un­ter­richt von 8 Uhr bis 16 Uhr haben. Mon­tags und mitt­wochs kön­nen die Erst– und Zweit­kläss­ler nach­mit­tags eine Stamm­gruppe mit Spiel-und Bas­te­l­an­ge­bo­ten besu­chen und die Dritt– und Viert­kläss­ler kön­nen an Kur­sen teil­neh­men, die ihren Nei­gun­gen ent­spre­chen. Am Frei­tag ist für alle Regel­un­ter­richt von 8 Uhr bis 13 Uhr. Alle Kin­der kön­nen an einem Mit­tag­es­sen teil­neh­men. Wäh­rend der Mit­tags­zeit kön­nen die Kin­der vor und nach dem Mit­tag­es­sen an diver­sen Ange­bo­ten, wie zum Bei­spiel Sport und Vor­le­sen, teil­neh­men. Auch steht ihnen der Pau­sen­hof mit Spiel­ge­rä­ten und Fahr­zeu­gen zur freien Verfügung.

Dar­über hin­aus wird in Koope­ra­tion mit der Arbei­ter­wohl­fahrt (AWO) eine Früh­be­treu­ung von 6–8 Uhr, eine Spät­be­treu­ung von 16–18 Uhr, frei­tags eine Nach­mit­tags­be­treu­ung von 13–16 Uhr und eine Feri­en­be­treu­ung ange­bo­ten. Die Vor­schü­le­rin­nen und Vor­schü­ler kön­nen ebenso zur Nachmittags-,Rand– und Feri­en­be­treu­ung kos­ten­pflich­tig ange­mel­det wer­den; auch die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jg. 5 – 7 kön­nen an der Frei­tag­nach­mit­tag– und der Feri­en­be­treu­ung teilnehmen.

Gesprächs­kreise
In den Mor­gen– und Abschluss­krei­sen und im Klas­sen­rat haben die Kin­der die Mög­lich­keit, von ihren Erleb­nis­sen zu berich­ten. Dort wer­den auch Arbeits­er­geb­nisse prä­sen­tiert, Vor­ha­ben bespro­chen und Kon­flikte gelöst. Die Gesprächs­kreise wer­den mit Unter­stüt­zung der Leh­re­rIn­nen von den Kin­dern geleitet.

Pla­nungs­heft
Jedes Kind bekommt einen indi­vi­du­el­len Arbeits­plan, der zum einen garan­tiert, dass es die ver­bind­li­chen Inhalte und Tech­ni­ken erlernt, zum ande­ren aber den unter­schied­li­chen Stär­ken und Nei­gun­gen der Kin­der entspricht.

Indi­vi­du­elle Arbeits­zeit
In die­ser Zeit arbei­ten die Kin­der an den in ihren Pla­nungs­hef­ten fest­ge­leg­ten Vor­ha­ben. Diese Arbeits­zeit unter­schei­det sich von den Stun­den, in denen alle gemein­sam an einem Thema arbei­ten, wie z.B. in Kunst, Musik oder Sport. In den Arbeits­plä­nen der Kin­der sind auch immer Auf­ga­ben aus dem musi­schen und künst­le­ri­schen Bereich enthalten.

Indi­vi­dua­li­sier­tes Unter­richts­ma­te­rial ermög­licht es, jedes Kind gemäß sei­ner Kennt­nisse, Fähig­kei­ten und Fer­tig­kei­ten, ange­mes­sen zu för­dern und zu fordern.

Fächer­über­grei­fen­der Unter­richt (Pro­jekte und Werk­stät­ten) för­dern und ent­wi­ckeln das Den­ken in Zusam­men­hän­gen, die Eigen­in­itia­tive und das selbst­stän­dige Lernen.

Kom­pe­tenz– und Auf­ga­ben­de­le­ga­tion
Jedes Kind wird in aus­ge­wähl­ten und klar abge­grenz­ten Berei­chen zum Exper­ten – zum »Chef« – und hilft den ande­ren bei der Bewäl­ti­gung der Aufgaben.

Indi­vi­du­elle Leistungsrückmeldung

Durch drei­mal im Jahr ange­bo­tene Eltern­sprech­tage, durch Portfolio-Mappen und eine schrift­li­che Leis­tungs­rück­mel­dung zum Schul­jah­res­ende erhal­ten die Eltern einen detail­lier­ten Über­blick über den Leis­tungs­stand ihres Kin­des. In gemein­sa­men Gesprä­chen wer­den kon­struk­tive und kon­krete Schritte zur Ver­bes­se­rung der Leis­tun­gen her­aus­ge­ar­bei­tet. Mit die­ser umfas­sen­den Leis­tungs­rück­mel­dung kön­nen wir auf Zen­su­ren, die weder für leis­tungs­schwa­che noch für leis­tungs­starke Schü­ler lern­för­der­lich sind, verzichten.

Räume
Alle Klas­sen­räume haben einen klei­nen, von der Klasse aus ein­seh­ba­ren Grup­pen­raum. Im Grund­schul­ge­bäude gibt es jeweils für vier Klas­sen eine Küche. Dar­über hin­aus ver­fügt die Pri­mar­stufe über eine Schreib­werk­statt und einen Bewe­gungs­raum. Die Holz­werk­statt, den Kunst­raum und die Turn­hal­len nut­zen wir gemein­sam mit den gro­ßen SchülerInnen.

Unser Blauer Raum steht als Mehr­zweck­raum zur Ver­fü­gung. Dort befin­det sich die gut aus­ge­stat­tete Grund­schul­bi­blio­thek, dort wird musi­ziert, getanzt und er lädt ein zu Traum­rei­sen, Schauspiel-, Kon­zen­tra­ti­ons– und Bewegungsübungen.

Der ent­sie­gelte Schul­hof der Pri­mar­stufe ver­fügt über große Spiel­flä­chen, ein Fuß­ball­feld, über Klet­ter­ge­rüste, eine Rut­sche und Schau­keln. Neben vie­len Büschen und Bäu­men lädt auch das Wei­den­la­by­rinth zum Ver­steck­spie­len, Zurück­zie­hen und zum ruhi­gem Spiel ein. In den offe­nen Pau­sen kön­nen die Kin­der aber auch in den Klas­sen­räu­men blei­ben. Sie kön­nen dort spie­len oder ihre Unter­richts­ak­ti­vi­tä­ten fortsetzen.

Down­load unse­res Fly­ers zur Pri­mar­stufe:
Pri­mar­stufe der MBS
[PDF-Format, 2 Sei­ten, far­big, ca. 880 kB]

Down­load unse­res Fly­ers zur Vor­schule:
Vor­schule der MBS
[PDF-Format, 2 Sei­ten, far­big, ca. 412 kB]

 

Jedes Schul­jahr fin­det in der Grund­schule im Januar eine Lite­ra­tur­wo­che statt, in der die Kin­der lesen und vor­le­sen, Texte schrei­ben, an einem Vor­le­se­wett­be­werb teil­neh­men, echte Auto­ren ken­nen ler­nen, die Bücher­halle besu­chen, eine Lite­ra­tur­ver­fil­mung im Licht­meß­kino anschauen…

Das jähr­li­che Grundschul-Fußballturnier ist span­nen­der als so man­ches End­spiel der Bundesliga!

Aus­bli­cke auf die WM – oder – wir hal­ten, was wir versprechen!

Sehen Sie sich auch den Film über die Weih­nachts­feier 2005 der Grund­schule an:

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Wege nach Rom

…Die (PISA-)Studie hat fest­ge­stellt, dass nicht die ver­mit­telte Stoff­menge das Pro­blem ist, son­dern die Kom­pe­tenz unse­rer Schü­ler, Quer­ver­bin­dun­gen her­zu­stel­len. Das ist vor allem ein Pro­blem der Didak­tik, Metho­dik und Logik. Vor dem Hin­ter­grund der Wis­sens­ex­plo­sion bedeu­tet das auch, dass die Schü­ler ler­nen müs­sen, ein Leben lang Wis­sen auf­zu­neh­men und zu bewer­ten…« »…Ein ande­rer Punkt, an dem wir arbei­ten müs­sen, ist die Ver­bes­se­rung der Lese­kom­pe­tenz der Schüler.

…Diese For­de­rung (von Bun­des­prä­si­dent Johan­nes Rau, die Schu­len müss­ten auch Werte ver­mit­teln) geht nicht nur an die Schu­len, son­dern auch an die Eltern und an die gesamte Gesell­schaft. Hören wir doch end­lich auf, mit dem Fin­ger auf andere zu zei­gen und Schuld zuzu­wei­sen.
(Ostsee-Zeitung Nr.33 vom 08.02.2002, »Schipan­ski hält Pisa-Studie für heil­sa­men Schock«)

Det­lef Han­ne­mann, durch lang­jäh­rige Pra­xis in der Grund­schule erfah­re­ner Kol­lege unse­rer Schule, hat zu die­sem Thema das Buch

Wege nach Rom

Pra­xis­hand­buch zur Indi­vi­dua­li­sie­rung des Unter­richts in der Grund­schule
ver­öf­fent­licht. Bei die­sem Buch han­delt es sich um »Kon­zep­tion und Umset­zung eines indi­vi­dua­li­sier­ten Unter­richts am Bei­spiel einer Klasse der Pri­mar­stufe der MAX-BRAUER SCHULE in Ham­burg – Altona.
Aus­zug aus dem Rück­um­schlag des Buches: Die­ses Hand­buch rich­tet sich an alle, die an dem Unter­richt in der Grund­schule inter­es­siert sind. Es möchte Erläu­te­run­gen, Hin­weise und Anre­gun­gen zur Ver­än­de­rung des Unter­richts in der Grund­schule geben. So wird ver­sucht, die Not­wen­dig­keit zur Abkehr von einem über­wie­gend leh­rer­zen­trier­ten Unter­richt dar­zu­le­gen und eine Unter­richts­kon­zep­tion vor­zu­stel­len, wel­che eine weit­ge­hende Indi­vi­dua­li­sie­rung des Unter­richts­be­grün­den, struk­tu­rie­ren und anzu­bah­nen hilft. Es ent­hält im ers­ten Abschnitt die Ziele und Inten­tio­nen eines sol­chen Unter­richts und begrün­det diese. Anschlie­ßend wer­den die Ele­mente eines indi­vi­dua­li­sier­ten Unter­richts vor­ge­stellt und erläu­tert. Im drit­ten Teil geht es um die kon­krete unter­richts­prak­ti­sche Umset­zung und Ausgestaltung.Erkenntnisse und Erfah­run­gen aus der Arbeit an der Pri­mar­stufe der MAX-BRAUER SCHULE in Ham­burg – Altona bil­den die Grund­lage die­ser Ausführungen.


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