Grundschule
Pädagogische Leitlinien
In der Primarstufe wird in allen Klassen seit vielen Jahren nach dem Prinzip des »Individualisierten Unterrichts« gearbeitet.
Folgende Punkte sind uns dabei besonders wichtig:
Jedes Kind muss die Möglichkeit haben:
- in seinem eigenen Tempo zu lernen, d.h. den zeitlichen Rahmen in bestimmten Grenzen selbst zu setzen;
- zu wählen, wann es was lernen möchte, bzw. kann, d.h. den inhaltlichen Rahmen in bestimmten Grenzen selbst zu wählen;
- selbst herauszufinden, wie es am besten lernt, d.h. zwischen unterschiedlichen Lernangeboten frei zu wählen.
Unser wichtigstes Anliegen ist es jedoch, in der Schule Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich das Kind zu einer selbstbewussten und sozialen Persönlichkeit entwickeln kann. Dabei soll sich das Kind mit Freude und Zuversicht neuen Aufgaben und Anforderungen stellen und eigene Schwächen und Stärken einordnen können. Dadurch lernt es, eigene Interessen zu entwickeln, zu vertreten und zu verfolgen, aber ebenso die Interessen und Fähigkeiten der anderen Schülerinnen und Schüler zu akzeptieren und sie als Bereicherung wahrzunehmen.
Grundlegende Elemente unseres Unterrichts sind:
Ganztagsschule
Unsere Grundschule ist seit Sommer 2007 offene Ganztagsschule für die ersten und zweiten Klassen. Die Teilnahme an den Nachmittagsangeboten ist, bis auf das Mittagessen, kostenlos und freiwillig und kann auch auf einzelne Nachmittage begrenzt sein. Nach dem Unterricht für alle von 8–13 Uhr, werden von Montag bis Donnerstag vielfältige Aktivitäten angeboten.Die dritten und vierten Klassen haben am Dienstag und Donnerstag verbindliche Ganztagsschule bis 16.00 Uhr. Für Kinder, die nicht in den Hort gehen, gibt es auch am Montag und Mittwoch Nachmittagsangebote.
Gesprächskreise
In den Morgen– und Abschlusskreisen und im Klassenrat haben die Kinder die Möglichkeit, von ihren Erlebnissen zu berichten. Dort werden auch Arbeitsergebnisse präsentiert, Vorhaben besprochen und Konflikte gelöst. Die Gesprächskreise werden mit Unterstützung der LehrerInnen von den Kindern geleitet.
Planungsheft
Jedes Kind bekommt einen individuellen Arbeitsplan, der zum einen garantiert, dass es die verbindlichen Inhalte und Techniken erlernt, zum anderen aber den unterschiedlichen Stärken und Neigungen der Kinder entspricht.
Individuelle Arbeitszeit
In dieser Zeit arbeiten die Kinder an den in ihren Planungsheften festgelegten Vorhaben. Diese Arbeitszeit unterscheidet sich von den Stunden, in denen alle gemeinsam an einem Thema arbeiten, wie z.B. in Kunst, Musik oder Sport. In den Arbeitsplänen der Kinder sind auch immer Aufgaben aus dem musischen und künstlerischen Bereich enthalten.
Individualisiertes Unterrichtsmaterial ermöglicht es, jedes Kind gemäß seiner Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, angemessen zu fördern und zu fordern.
Fächerübergreifender Unterricht (Projekte und Werkstätten) fördern und entwickeln das Denken in Zusammenhängen, die Eigeninitiative und das selbstständige Lernen.
Kompetenz– und Aufgabendelegation
Jedes Kind wird in ausgewählten und klar abgegrenzten Bereichen zum Experten – zum »Chef« – und hilft den anderen bei der Bewältigung der Aufgaben.
Individuelle Leistungsrückmeldung
Durch dreimal im Jahr angebotene Elternsprechtage, durch Portfolio-Mappen und eine schriftliche Leistungsrückmeldung zum Schuljahresende erhalten die Eltern einen detaillierten Überblick über den Leistungsstand ihres Kindes. In gemeinsamen Gesprächen werden konstruktive und konkrete Schritte zur Verbesserung der Leistungen herausgearbeitet. Mit dieser umfassenden Leistungsrückmeldung können wir auf Zensuren, die weder für leistungsschwache noch für leistungsstarke Schüler lernförderlich sind, verzichten.
Räume
Alle Klassenräume haben einen kleinen, von der Klasse aus einsehbaren Gruppenraum. Im Grundschulgebäude gibt es jeweils für vier Klassen eine Küche. Darüber hinaus verfügt die Primarstufe über eine Schreibwerkstatt und einen Bewegungsraum. Die Holzwerkstatt, den Kunstraum und die Turnhallen nutzen wir gemeinsam mit den großen SchülerInnen.
Unser Blauer Raum steht als Mehrzweckraum zur Verfügung. Dort befindet sich die gut ausgestattete Grundschulbibliothek, dort wird musiziert, getanzt und er lädt ein zu Traumreisen, Schauspiel-, Konzentrations– und Bewegungsübungen.
Der entsiegelte Schulhof der Primarstufe verfügt über große Spielflächen, ein Fußballfeld, über Klettergerüste, eine Rutsche und Schaukeln. Neben vielen Büschen und Bäumen lädt auch das Weidenlabyrinth zum Versteckspielen, Zurückziehen und zum ruhigem Spiel ein. In den offenen Pausen können die Kinder aber auch in den Klassenräumen bleiben. Sie können dort spielen oder ihre Unterrichtsaktivitäten fortsetzen.
Freitagsdisco
Jeden Freitag findet zum Wochenabschluss die gemeinsame Disco im Musikraum statt.
Ein Film über die Freitagsdisco der Grundschule.
Download des Films
[Dauer: 25 sec, Größe: ca. 900kB, wmv–Format]
Download unseres Flyers zur Primarstufe:
Primarstufe der MBS
[PDF-Format, 2 Seiten, farbig, ca. 880 kB]
Download unseres Flyers zur Vorschule:
Vorschule der MBS
[PDF-Format, 2 Seiten, farbig, ca. 412 kB]
Wege nach Rom
…Die (PISA-)Studie hat festgestellt, dass nicht die vermittelte Stoffmenge das Problem ist, sondern die Kompetenz unserer Schüler, Querverbindungen herzustellen. Das ist vor allem ein Problem der Didaktik, Methodik und Logik. Vor dem Hintergrund der Wissensexplosion bedeutet das auch, dass die Schüler lernen müssen, ein Leben lang Wissen aufzunehmen und zu bewerten…« »…Ein anderer Punkt, an dem wir arbeiten müssen, ist die Verbesserung der Lesekompetenz der Schüler.
…Diese Forderung (von Bundespräsident Johannes Rau, die Schulen müssten auch Werte vermitteln) geht nicht nur an die Schulen, sondern auch an die Eltern und an die gesamte Gesellschaft. Hören wir doch endlich auf, mit dem Finger auf andere zu zeigen und Schuld zuzuweisen.
(Ostsee-Zeitung Nr.33 vom 08.02.2002, »Schipanski hält Pisa-Studie für heilsamen Schock«)
Detlef Hannemann, durch langjährige Praxis in der Grundschule erfahrener Kollege unserer Schule, hat zu diesem Thema das Buch
Wege nach Rom
Praxishandbuch zur Individualisierung des Unterrichts in der Grundschule
veröffentlicht. Bei diesem Buch handelt es sich um »Konzeption und Umsetzung eines individualisierten Unterrichts am Beispiel einer Klasse der Primarstufe der MAX-BRAUER SCHULE in Hamburg – Altona.
Auszug aus dem Rückumschlag des Buches: Dieses Handbuch richtet sich an alle, die an dem Unterricht in der Grundschule interessiert sind. Es möchte Erläuterungen, Hinweise und Anregungen zur Veränderung des Unterrichts in der Grundschule geben. So wird versucht, die Notwendigkeit zur Abkehr von einem überwiegend lehrerzentrierten Unterricht darzulegen und eine Unterrichtskonzeption vorzustellen, welche eine weitgehende Individualisierung des Unterrichtsbegründen, strukturieren und anzubahnen hilft. Es enthält im ersten Abschnitt die Ziele und Intentionen eines solchen Unterrichts und begründet diese. Anschließend werden die Elemente eines individualisierten Unterrichts vorgestellt und erläutert. Im dritten Teil geht es um die konkrete unterrichtspraktische Umsetzung und Ausgestaltung.Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Arbeit an der Primarstufe der MAX-BRAUER SCHULE in Hamburg – Altona bilden die Grundlage dieser Ausführungen.







