Umweltschule
Unsere Schule bewarb sich in diesem Jahr um das Prädikat »Umweltschule in Europa 1997/98″. Dabei handelt es sich um eine internationale Kampagne der Stiftung für Umwelterziehung in Europa, die in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung koordiniert wird. Die Patenschaft für diese Ausschreibung haben die Elternkammer Hamburg und das Greenpeace Magazin übernommen.
Zur diesjährigen Teilnahme erarbeiteten wir ein Konzept für die nachhaltige und dauerhafte Verbesserung der Umweltverträglichkeit unserer Schule. Gleichzeitig haben wir bis zum 15. Juni 1998 Zeit, um unsere Handlungsideen zu verwirklichen und eine Dokumentation darüber zu verfassen und einzureichen. Eine Jury prüft anschließend die dokumentierten Veränderungen und entscheidet über die Vergabe des begehrten Titels, einer Flagge und eines Stempels mit dem Symbol der europäischen Kampagne. Interessante Kontakte zu anderen »Umweltschulen« im In– und Ausland könnten hergestellt werden.
Unser eingereichtes Handlungskonzept beinhaltet die folgenden sechs Handlungsbereiche:Teilnahme am Projekt »fifty-fifty«, Erweiterung einer vorhandenen Photovoltaikanlage, Umgestaltung des Schulgartens am Standort »B«, Umgestaltung des Innenhofes am Standort »B«, Entsiegelung und Neugestaltung des Schulhofes am Standort »D« sowie Engagement für die Schließung der Daimlerstraße am Standort »D«. In allen Bereichen gibt es inzwischen schulische Arbeitsgruppen, die sich mit viel Engagement für die Verwirklichung der beschriebenen Ziele einsetzen. Über die laufenden Aktivitäten und Zwischenresultate informieren verschiedene Beiträge in diesem Heft.
Wollen wir mit unsere Bewerbung als »Umweltschule in Europa 1997/98″ erfolgreich sein, so ist es sehr wichtig, dass ein Großteil der Schule in die Umsetzung des Konzeptes eingebunden wird. Wir benötigen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, von Lehrerinnen und Lehrern und nicht zuletzt von möglichst vielen Eltern. Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen, Material– und Geldspenden oder auch öffentlichkeitswirksame Aktivitäten wären sinnvolle und willkommene Formen unsere Arbeit zu fördern und zu einem erfolgreichen Abschluss beizutragen.

Umweltschule in Europa
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Anlässlich einer Feierstunde am 18. September 1998 in der Gewerbeschule 8 wurde die Max-Brauer-Schule gemeinsam mit 26 anderen Hamburger Schulen mit dem Titel »Umweltschule in Europa 1997/98″ ausgezeichnet. Als Anerkennung für unser umweltverträgliches Handeln im letzten Schuljahr erhielten wir eine Urkunde, eine Flagge, einen Stempel mit dem Symbol der europäischen Kampagne sowie Schüler-Freikarten für Tierparkbesuche und ein Computer-Programm.
Damit es zu dieser Auszeichnung kommen konnte, entwickelte im Frühjahr 1997 eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Lehrern und Schülerinnen, ein Konzept zur nachhaltigen Verbesserung der Umweltverträglichkeit unserer Schule. Mit diesem Handlungskonzept bewarben wir uns um den verliehenen Titel und beschrieben die im Schuljahr 1997/98 zu entwickelnden und umzusetzenden Planungen und Aktivitäten. Es handelte sich dabei um die folgenden Handlungsbereiche: Teilnahme am Projekt »fifty-fifty«, Erweiterung einer vorhandenen Photovoltaikanlage, Umgestaltung des Schulgartens am Standort »B«, Umgestaltung des Innenhofes am Standort »B«, Entsiegelung und Neugestaltung des Schulhofes am Standort »D« sowie Einsatz für die Schließung der Daimlerstraße vor dem Schulgebäude.
Während des gesamten letzten Schuljahres engagierten sich zahlreiche Arbeitsgruppen außerhalb und innerhalb des regulären Unterricht für die Verwirklichung der hoch gesteckten Umweltziele. Besonderen Dank für dieses Engagement und die geleistete Arbeit gilt verschiedenen Wahlpflichtkursen »Naturwissenschaft«, einem »Natur und Technik«-Kurs, dem MBS-Energiespar-Team, der Schulhof-Planungsgruppe, der Schulleitungsgruppe und nicht zuletzt der Hausmeisterei. Nachzulesen sind alle Ergebnisse in einer Abschluss-Dokumentation, die wir zum Schuljahresende erstellten und bei der ausschreibenden Stelle zum Nachweis unserer Aktivitäten einreichten.
Am Tage der Auszeichnungsveranstaltung in der Gewerbeschule 8 stellten die neuen Umweltschulen an eigenen Ständen Bilder, Modelle, Poster, Collagen und andere Ergebnisse ihrer Projekte vor. Der Stand der Max-Brauer-Schule, der von zwei Schülern des WPNW-Kurses aus dem Jahrgang 9 betreut wurde, zeigte u.a. den neuen Schulhofplan, Modelle einer verkehrsberuhigten Zone vor dem Schulgebäude Daimlerstraße, Fotos über die Bauphasen des Schulgewächshauses sowie eine in Wort und Bild gefasste Gesamtübersicht unserer sechs Handlungsbereiche zur Umweltschule.
Es ist zu hoffen, dass die erhaltene Auszeichnung nicht nur als Anerkennung für begonnene bzw. abgeschlossene Umweltprojekte verstanden wird; wünschenswert wäre, wenn sie es vermag uns auch zukünftig zu ökologisch sinnvollem Denken und Handeln zu verpflichten.

