Unsere Eckpfeiler

Die Schülerschaft der MBS ist in sozia­ler, kul­tu­rel­ler und eth­ni­scher Hinsicht sehr ver­schie­den und in ihren Begabungen und Fähigkeiten breit gestreut. Diese Heterogenität bejaht die MBS bewusst. Sie wird als Reichtum ver­stan­den und bil­det den Ausgangspunkt unse­rer Ansätze für indi­vi­du­el­les und gemein­schaft­li­ches Lernen, weil gewoll­te Heterogenität mehr und nicht weni­ger Leistung bringt, wenn sie ver­knüpft ist mit einem posi­ti­ven Menschenbild und einer kon­se­quen­ten Individualisierung.

Den zen­tra­len Raum für gemein­schaft­li­ches Leben und Lernen bie­tet die Klasse, die an der MBS in ihrer Zusammensetzung von der­Jahr­gangs­stu­fe 1 – 4, 5 – 10 und 11 – 13 über­wie­gend kon­stant bleibt. Konflikt- und Kompromissfähigkeit, Toleranz und Gewaltfreiheit kön­nen ganz beson­ders durch das kon­ti­nu­ier­li­che Leben und Lernen in einer hete­ro­gen zusam­men­ge­setz­ten Gruppe geför­dert und sta­bi­li­siert wer­den. Zugleich wird die Leistungsfähigkeit und -bereit­schaft nach­hal­tig gestärkt.

Wichtige Voraussetzung ist eine güns­ti­ge hete­ro­ge­ne Zusammensetzung der Klassen, sodass sich aus­rei­chend vie­le Schülerinnen und Schüler aus allen Leistungsbereichen in den ein­zel­nen Klassen befin­den. In die­ser aus­ge­wo­gen, hete­ro­ge­nen Schülerschaft kön­nen sich Anregungsmilieus ent­fal­ten, in denen sich
Potenziale für alle frucht­bar machen lassen.

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Seit dem Jahr 2010 kommt der Inklusion erhöh­te Bedeutung zu. Lernen in einer inklu­si­ven Schule bedeu­tet Lernen in einer gewoll­ten hete­ro­ge­nen Gemeinschaft aller, in der jede und jeder will­kom­men ist und in der part­ner­schaft­lich und respekt­voll zusam­men gear­bei­tet wird. Eine inklu­si­ve Schule wider­setzt sich der Ausgrenzung, schafft ein inklu­si­ves Klima, orga­ni­siert Unterstützungsstrukturen für die Vielfalt aller Schülerinnen und Schüler. Sie schafft Lernarrangements, mit­tels derer die Teilhabe aller gesi­chert wird.

Schülerinnen und Schüler mit beson­de­rem Unterstützungsbedarf wer­den geför­dert, indem die Lernbedingungen und die all­täg­li­chen Abläufe für sie und für die gan­ze Klasse so gestal­tet wer­den, dass alle Kinder erfolg­reich an ihren indi­vi­du­el­len Entwicklungsschwerpunkten arbei­ten kön­nen. Ihre Lern- und Entwicklungsziele wer­den in Förderplänen ver­bind­lich ver­ein­bart und im Rahmen der Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräche (SELG) mit Eltern sowie Schülerinnen und Schülern bespro­chen. Entsprechend aus­ge­bil­de­te Fachkräfte beglei­ten und unter­stüt­zen Schülerinnen und Schüler, Klassen- und Fachlehrerinnen und -leh­rer sowie die Eltern in die­sem Prozess.

Diese nicht aus­gren­zen­de Art der Unterstützung wird im Rahmen der Inklusion auch im Sprachförderkonzept ver­folgt. Neben klas­sen­über­grei­fen­den Förderkursen für sprach­lich benach­tei­lig­te Kinder wer­den Kinder mit sprach­li­chen Kinder mit sprach­li­chen Lern- und Entwicklungsschwierigkeiten vor­wie­gend inner­halb des Klassenverbandes ent­spre­chend ihres indi­vi­du­el­len Bedarfs unter­richts­be­glei­tend inten­siv unterstützt.

Multiprofessionale Arbeitsgruppen eva­lu­ie­ren und ent­wi­ckeln das Inklusionskonzept kon­ti­nu­ier­lich weiter.

Die Förderung von sozia­ler Kompetenz beginnt in der Grundschule und wird bis in die Sek II fort­ge­führt. Ein Element besteht in der Übernahme von Verantwortung im Rahmen des Klassenlebens. So haben alle Kinder einen Dienst bzw. ein Amt mit beson­de­rer Funktion oder Aufgabe zu erfül­len, das sie­ei­gen­ver­ant­wort­lich wahr­neh­men. Aufgabenübernahme för­dert die Selbständigkeit, stärkt das Selbstvertrauen, stei­gert das Verantwortungsgefühl, ver­tieft das Beziehungsgeflecht unter den Schülerinnen und Schülern und führt zu all­ge­mei­nem Lernaustausch. Eine wich­ti­ge Aufgabe bei dem Erwerb sozia­ler Kompetenz kommt dem Klassenrat, den Tutorenstunden, den Eingangsphasen und den Tages- bzw. Wochenabschlüssen zu.

Aus dem Selbstverständnis als Club of Rome Schule folgt das Ziel, umwelt­ge­rech­tes Verhalten auf allen Ebenen des schu­li­schen Alltags zu erler­nen und ein­zu­üben und auch so die sozia­le Kompetenz der Schülerschaft zu erhöhen.

Klassenreisen sind ein wich­ti­ges Element im Schulleben. Sie tra­gen zur Stärkung sozia­ler Kompetenz sowie zur Identifikation mit der Schule bei und stär­ken gleich­falls das Gemeinschaftsgefühl unter den Schülerinnen und Schülern.

Alle Schülerinnen und Schüler sind über fes­te Rituale in das Schulleben ein­ge­bun­den. So fin­det z.B. ein­mal im Jahr für alle Schülerinnen und Schüler der Schule vor den Frühjahrsferien ein Musikfest und als Schuljahresabschluss ein Fest imVolks­park statt. Zu den Ritualen gehört auch, dass ein­zel­ne Jahrgänge Verantwortung für die Gestaltung von beson­de­ren Veranstaltungen für ande­re Jahrgänge über­neh­men (Einschulungsfeiern, Sportwettbewerbe etc.). Die Rituale die­nen einer­seits dazu, Verantwortlichkeiten fest­zu­le­gen und Verbindlichkeiten her­zu­stel­len. Gleichzeitig soll damit aber auch bewusst dafür gesorgt wer­den, dass Gemeinschaft erfah­ren und her­ge­stellt wird und Schülerinnen und Schüler in die­sem Prozess Verantwortung über­neh­men. Dazu gehört auch die Teilnahme an Wettbewerben, wenn sich dies aus der Arbeit der Schule her­aus anbie­tet (Bertini‐Preis‐Wettbewerb, an dem Wettbewerb Demokratisch‐Handeln, am Wettbewerb „Jugend debat­tiert“, am Fremdsprachenwettbewerb, bei „Jugend trai­niert für Olympia“, dem „Uwe-Seeler-Pokal“ sowie zahl­rei­chen ande­ren Sportwettkämpfen und an dem Wettbewerb Umweltschule in Europa).

Die MBS ist seit vie­len Jahren eine Langformschule von der Vorschule bis zum Abitur. Für die Schulentwicklungsprozesse ist des­we­gen die gegen­sei­ti­ge Befruchtung immer von ent­schei­den­der Bedeutung gewe­sen: Die Entwicklung des Lernbüros, des Projektunterrichts und der Werkstätten der Neuen MBS wäre ohne die Erfahrungen aus der in den 80er Jahren refor-mier­ten Primarstufe, den Reformbausteinen Projektstruktur, Methodencurriculum, fle­xi­ble Differenzierung und Teamstrukturen der Sekundarstufe I der 90er Jahre und der par­al­lel ent­wi­ckel­ten Profil-Oberstufe nicht denk­bar. Umgekehrt haben die Erfahrungen mit der Neuen MBS seit dem Jahr 2005 wich­ti­ge Weiterentwicklungen in der Primarstufe und der Oberstufe ange­sto­ßen. Wie stark die unter­schied­li­chen Abteilungen sich gegen­sei­tig inspi­riert haben, lässt sich auch dar­an able­sen, dass die zen­tra­len Konzepte mitt­ler­wei­le in allen Stufen Einzug gehal­ten haben.

Für die Schule ist es von beson­de­rer Bedeutung, dass in allen Stufen Schülerinnen und Schü-lern arbei­ten, die über die ent­spre­chen­den metho­di­schen und sozia­len Erfahrungen ver­fü­gen. Die metho­di­sche Einarbeitung der Schülerinnen und Schüler in den Übergängen (Jahrgang 1, Jahrgang 5 und Jahrgang 11) gelingt zum einen auf­grund der Unterstützung von kun­di­gen Schülerexperten und Patenschaften aus der Grundschule bzw. Sekundarstufe I und zum ande­ren durch jahr­gangs­über­grei­fen­den Unterricht in den Werkstätten, in Musikgruppen, Schulmannschaften und im Allgemeinbildungsbereich in der Oberstufe.

Die MBS hat sich dem Leitgedanken einer kom­pe­tenz­ori­en­tier­ten Pädagogik ver­schrie­ben: Es sol­len nicht mehr nur iso­lier­te „Inhalte“ gelernt, son­dern Fähigkeiten und Fertigkeiten erwor­ben wer­den, um inhalt­li­che Probleme zu lösen, vor allem aber, die Bereitschaft, dies auch tat­säch­lich zu tun. Es ist der Schule über die fach­in­halt­li­chen Bildungsziele hin­aus wich­tig, dass Schülerinnen und Schüler ler­nen, sich für Probleme zu inter­es­sie­ren, sich eige­ne Ziele zu set­zen, sich selbst zu moti­vie­ren, Handlungsschritte selbst­stän­dig zu pla­nen, die­se allei­ne oder in Gruppen zu bewäl­ti­gen, dazu geeig­ne­te Materialien und Medien aus­zu­wäh­len und zu benut­zen, Ergebnisse vor­zu­tra­gen und zu reflektieren.

Eine Schule, die die­se Ziele ernst nimmt, muss selbst­stän­di­ges Lernen zugleich zum Inhalt, zur Methode und zum Ziel machen. Dazu ist es erfor­der­lich, Unterricht so zu gestal­ten, dass hier­zu sys­te­ma­tisch Gelegenheiten gege­ben werden.

In der MBS bil­det pro­jekt­ori­en­tier­tes und fächer­über­grei­fen­des Arbeiten einen roten Faden von der Vorschule bis zum Abitur: In der Primarstufe bil­den im Sachunterricht u.a. die Werk-stät­ten und Projektefächerübergreifende und hand­lungs­ori­en­tier­te Zugänge zu Sachthe-men. In der Sekundarstufe I ist der fächer­über­grei­fen­de Projektunterricht – eine der drei Säulen der Unterrichtsorganisation neben dem Lernbüro und den Werkstätten – der zen­tra­le Ort die­ses Vorgehens.

Der Profilunterricht der Oberstufe ist ins­ge­samt als fächer­über­grei­fen­der Unterricht mit vie­len Projektphasen ange­legt. Spielt in der Oberstufe auch die wis­sen­schaft­li­che Relevanz von Themen eine Rolle, ste­hen in Grundschule und Mittelstufe eher die Sinnhaftigkeit des Gan-zen im Zentrum. Durchgehend grün­det der Ansatz aber dar­in, dass das Lernen in Projekten für die Schülerinnen und Schüler einen Erfahrungsbezug ermög­licht und an für sie rele­van­ten Problemen ansetzt.

Dafür braucht es eine Methodenkompetenz auf Seiten der Schülerinnen und Schüler, die im Laufe der Zeit schritt­wei­se ein­ge­übt wird. Eckpfeiler bil­den hier die Entwicklung einer fra­gen­den Haltung, das for­schen­de und expe­ri­men­tel­le Untersuchen von Themen, die Arbeits-pla­nung, die Recherche, die Aufbereitung der Ergebnisse, z.B. im Erarbeiten von Vorträgen und Präsentationen oder dem Gestalten von Infowänden aber auch von Feedbackverfahren. Lehrerinnen und Lehrer sind in die­sem Sinne Berater, die hel­fen kom­ple­xe Themen gang­bar anzu­pa­cken und mit­hil­fe von ver­schie­de­nen Methoden in eine orga­ni­sier­te, eigen­ak­ti­ve Erarbeitung zu über­füh­ren. Sie ver­tre­ten auch die schul­in­tern abge­stimm­te epo­cha­le und exem­pla­ri­sche Anlage des pro­jekt­ori­en­tier­ten und fächer­ver­bin­den­den Arbeitens.

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Kompetenzorientierte Rückmeldungen sind ein bedeut­sa­mer Teil des skiz­zier­ten Unterrichts. In den Jahrgangsstufen 1 – 8 hat die MBS hier­zu alters­ge­mä­ße Rückmeldeformate ent­wi­ckelt, die ohne Noten aus­kom­men: Der ein­zel­ne Lernende wird über sei­ne indi­vi­du­el­le Lernentwicklung und sei­nen erreich­ten Lernstand im Hinblick auf fach­li­che und über­fach­li­che Kompetenzen infor­miert. Ein wich­ti­ges Anliegen ist es, kon­struk­ti­ve Rückmeldungen zu gewähr­leis­ten und dabei Formen zu ent­wi­ckeln, die die Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung posi­tiv unter­stüt­zen, indem sie in der Formulierung wert­schät­zend auf posi­ti­ve Entwicklungen und Verbesserung abzie­len. Ein beson­de­rer Schwerpunkt liegt wegen ihrer höhe­ren Wirksamkeit dabei auf den Formen zeit­na­her, münd­li­cher Leistungsrückmeldungen (Schüler-Eltern-Lehrergesprächen (SELG), Feedback-Runden u.ä.). Auch in den schrift­li­chen Rückmeldungsformaten (Zeugnisse) fin­den sich die­se Grundsätze wie­der. Diese beson­ders kon­struk­ti­ven Möglichkeiten der Leistungsrückmeldung haben wir im Schulversuch „alles»könner“ erfolg­reich erprobt und eva­lu­iert. Es wur­de mit der Umsetzung die­ses Konzeptes unter ande­rem eine grö­ße­re Transparenz bezüg­lich der erwar­te­ten bzw. tat­säch­lich erreich­ten Kompetenzen für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler erzielt. Der indi­vi­du­el­le Fortschritt und die sich dar­aus erge­ben­den wei­te­ren Lernschritte jedes Schülers und jeder Schülerin wer­den kon­kre­ti­siert. Deshalb stößt die­ses Konzept mit all sei­nen Komponenten auf eine brei­te Akzeptanz in der Elternschaft der MBS. Ab Jahrgang 9 erhal­ten die Schülerinnen und Schüler Notenzeugnisse.

Seit dem Schuljahr 2013/​14ist die Grundschule in allen Jahrgängen Ganztagsschule nach dem GTS-Modell in der teil­ge­bun­de­nen Form. Das bedeu­tet, dass die Schülerinnen und Schüler diens­tags und don­ners­tags Regelunterricht von 8 Uhr bis 16 Uhr haben. Montags und mitt­wochs kön­nen die Erst- und Zweitklässler nach­mit­tags eine Stammgruppe mit Spiel-und Bastelangeboten besu­chen und die Dritt- und Viertklässler kön­nen an Kursen teil­neh­men, die ihren Neigungen ent­spre­chen. Am Freitag ist für alle Regelunterricht von 8 Uhr bis 13 Uhr. Alle Kinder kön­nen an einem Mittagessen teil­neh­men. Während der Mittagszeit kön­nen die Kinder vor und nach dem Mittagessen an diver­sen Angeboten, wie zum Beispiel Sport und Vorlesen, teil­neh­men. Auch steht ihnen der Pausenhof mit Spielgeräten und Fahrzeugen zur frei­en Verfügung.

Darüber hin­aus wird in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eine Frühbetreuung von 6 – 8 Uhr, eine Spätbetreuung von 16 – 18 Uhr, frei­tags eine Nachmittagsbetreuung von 13 – 16 Uhr und eine Ferienbetreuung ange­bo­ten. Die Vorschülerinnen und Vorschüler kön-nen eben­so zur Nachmittags-,Rand- und Ferienbetreuung kos­ten­pflich­tig ange­mel­det wer­den; auch die Schülerinnen und Schüler der Jg. 5 – 7 kön­nen an der Freitagnachmittag- und der Ferienbetreuung teilnehmen.

In den Jahrgängen 5 – 10 ist die Max-Brauer-Schule eine voll gebun­de­ne Ganztagsschule, in der die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 an vier Tagen der Woche von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 12.30 Uhr Unterricht haben. Die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 7 haben Mittwoch bis 14.30 Uhr, dafür aber am Freitag bis 15 Uhr Unterricht. Der Unterricht ist rhyth­mi­siert: An eine Einzelstunde und die nach­fol­gen­de klei­ne Pause schlie­ßen sich zwei Doppelstundenblöcke mit einer dazwi­schen lie­gen­den 30-minü­ti­gen Pause an. In der Mittagspause, die 1¼ Stunden dau­ert, essen die Schülerinnen und Schüler gemein­sam. Vor und nach dem Essen kön­nen die Schülerinnen und Schüler Mittagsangebo-te besu­chen oder selbst­be­stimmt ihre Pause gestal­ten. Nach der Mittagspause fin­den noch drei Unterrichtstunden statt. Dieser rhyth­mi­sier­te Schultag macht für alle Schülerinnen und Schüler einen Wechsel zwi­schen Phasen der Anspannung und der Entspannung möglich.

Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler in der Ganztagsschule über­neh­men Lehrer und Lehrerinnen, Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen, Erzieherinnen sowie Honorarkräfte.

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Die Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt ist ein wich­ti­ger Bestandteil der MBS, dabei ste­hen vier Aspekte im Mittelpunkt der Berufs- und Studienorientierung:

  1. Die Schülerinnen und Schüler sol­len sich ihrer viel­fäl­ti­gen Stärken bewusst werden.
  2. Sie sol­len ermu­tigt wer­den, ihre indi­vi­du­el­len Ziele zu finden.
  3. Die ver­schie­de­nen Angebote sol­len die unter­schied­li­chen Wege der Berufs- und Studienorientierung aufzeigen.
  4. Die Schule schafft mög­lichst vie­le Gelegenheiten, sich an selbst gewähl­ten außer­schu­li­schen Lernorten auszuprobieren.

Um die­se Ziele zu errei­chen gibt es zen­tra­le fes­te Bausteine der Berufs- und Studienorientierung. Dies sind der Töchter-/Söh­ne-Tag in Jg. 6 und 7, das Projekt Berufsorientierung im Anschluss an das Langzeitprojekt in Jg.8, das Blockpraktikum mit dem anschlie­ßen­den Besonderen Lerntag in Jg. 9, die enge Kooperation mit dem Stadtteil- und Kulturzentrum MOTTE, die regel­mä­ßi­gen Beratungen und Vorträge sei­tens der Agentur für Arbeit, die Zusammenarbeit mit der beruf­li­chen Schule H 19 in Jg. 10, die Orientierungstage in Jg.11, das Betriebspraktikum in Jg.12. Weitere Bausteine wie das Praktikum in Jg. 10 oder eine spe­zi­el­le Werk-7statt für Schulmüde oder das Portfolio zur Berufs- und Studienorientierung in der Oberstufe wer­den stän­dig wei­ter­ent­wi­ckelt. Auf den Jahrgangselternabenden der Sek 1 wer­den die Eltern regel­mä­ßig über Möglichkeiten, Veränderungen, Beratungsangebote informiert.

In die­sem Feld hat die Arbeitslehre einen beson­de­ren Anteil dar­an, dass die Schülerinnen und Schüler mit Kopf, Herz und Hand ler­nen und sich im hand­werk­li­chen Bereich beruf­lich ori­en­tie­ren kön­nen. Im Werkstattbereich und in Wahlpflichtkursen ent­wi­ckeln sie in schul­ei­ge­nen Werkstätten (Holz, Metall, CNC-Fräse, Textil, Küche) hand­werk­li­che Fertigkeiten und erler­nen, wie sie Ideen plan­voll ver­fol­gen und Dinge selbst her­stel­len können.

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Kultur ist wich­ti­ger Teil der Vielfalt der Schule. In den ästhe­ti­schen Fächern, in ver­schie­de­nen Werkstätten und Kursen wer­den die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zum krea­ti­ven Schaffen und sinn­li­chen Erleben ent­wi­ckelt und gestärkt. Durch die ästhe­ti­schen Lerninhalte ver­bin­den die Schülerinnen und Schüler Handarbeit, ernst­haf­tes Spiel und Wahrnehmung der Form, wodurch ihnen Möglichkeiten zu Selbstausdruck und Identitätsfindung gege­ben wer­den. Sie gewin­nen sozia­le Erfahrungen, über­neh­men Verantwortung in der Gruppe und wer­den zu intel­lek­tu­el­ler Auseinandersetzung und Reflexion angeregt.

Im Schulalltag wer­den die genann­ten Kompetenzen vor­wie­gend durch prak­ti­sches Tun mit theo­re­ti­schen Anteilen und ver­schie­de­ne Formen der öffent­li­chen Präsentation aus­ge­bil­det. So erle­ben Schülerinnen und Schüler durch die ästhe­ti­sche Produktion ihre Selbstwirksamkeit.

Auch im ästhe­ti­schen Lernen wird kon­se­quent der Idee der Individualisierung gefolgt. Die Schülerinnen und Schüler ler­nen im Verlaufe der Schulzeit mög­lichst vie­le ver­schie­den Arten des künst­le­ri­schen Ausdrucks ken­nen, kön­nen sich dann aber nach ihren per­sön­li­chen Interessen und Neigungen auf einen oder meh­re­re Bereiche kon­zen­trie­ren. Die MBS hat als Langform von Jg. 0 – 13 die Chance, für jede Altersstufe ange­mes­se­ne Angebote zu bie­ten, die auf­ein­an­der auf­bau­en und neue Einstiege ermög­li­chen. Dies umfasst ver­schie­de­ne Fachanteile aus den Bereichen Musik, Theater, Literatur, Bildende Kunst, Fremdsprachen und Medienkultur und setzt Schwerpunkte in unter­schied­li­chen Jahrgängen.

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Das Lernen außer­halb der Schule ist ein fes­ter Bestandteil des Unterrichts der MBS. Ob es der Projektunterricht ist, der sich zum Grundprinzip gemacht hat, bei jedem Projekt außer-schu­li­sche Lernorte auf­zu­su­chen, ob es der Fachunterricht ist, der Anregungen im Theater, in der Kunst und Musik oder im Sport immer in der gan­zen Stadt sucht, oder ob es die Langzeitprojekte von Hamburg bis in die Alpen oder über den Ärmelkanal sind.

Lernen macht Spaß und erzeugt Sinn, wenn Gelerntes von Schülerinnen und Schülern auf sei­ne Tauglichkeit im „wah­ren Leben“ über­prüft wer­den kann. Die Aussicht dar­auf, dass Erkenntnisse außer­halb der vier Schulwände ange­wen­det, revi­diert und erwei­tert wer­den kön­nen, macht Forderungen nach Leistungen, Anstrengungen und Verlässlichkeit ein­sich­tig. Andere Lernumgebungen bie­ten Selbsterprobungen, füh­ren nicht sel­ten zu Verhaltenskorrekturen und leis­ten folg­lich einen wich­ti­gen Beitrag für die Identitätsbildung von Kindern und Jugendlichen. In Lernumständen, in denen sich Schülerinnen und Schüler bewäh­ren kön­nen, indem sie aus­pro­bie­ren und fin­den, in denen sie etwas orga­ni­sie­ren, gemein­sam Niederlagen durch­ste­hen und Erfolge genie­ßen, stär­ken ihr Selbstbewusstsein. Sie erle­ben, dass sie wirk­lich gebraucht wer­den und „etwas wert“ sind.

Ein wich­ti­ger Konzeptbaustein in der Sek I ist das Langzeitprojekt, das in beson­de­rer Weise das Motto „Raus aus der Schule“ umsetzt. Das Langzeitprojekt fin­det am Anfang des 8. Jahr-gangs für meh­re­re Wochen außer­halb der Schule statt. Eine ande­re Lernumgebung bie­tet die Möglichkeit, Gelerntes jen­seits von Punkten, Rastern, Kompetenzbegriffen und Zensuren anzu­wen­den und auf sei­ne Tauglichkeit hin zu über­prü­fen. Dabei geht es dar­um, Herausforderungen anzu­neh­men, gemein­sam Grenzen zu über­schrei­ten, Außergewöhnliches zu erle­ben, über sich hin­aus­zu­wach­sen und selb­stän­di­ge Entscheidungen zu treffen.

Der ganz­heit­li­che Blick auf den Menschen und sei­ne Fähigkeiten und die Erkenntnis, dass das Lernen für das Leben nicht nur aus Matheformeln und Textanalyse besteht, zielt auf die Bemühungen, die Schülerinnen und Schüler auch außer­halb der Schule auf das Leben vor­zu­be­rei­ten und ihnen viel­fäl­ti­ge Möglichkeiten zu bieten.

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