Unsere Eckpfeiler

Die Schülerschaft der MBS ist in sozialer, kultureller und ethnischer Hinsicht sehr verschieden und in ihren Begabungen und Fähigkeiten breit gestreut. Diese Heterogenität bejaht die MBS bewusst. Sie wird als Reichtum verstanden und bildet den Ausgangspunkt unserer Ansätze für individuelles und gemeinschaftliches Lernen, weil gewollte Heterogenität mehr und nicht weniger Leistung bringt, wenn sie verknüpft ist mit einem positiven Menschenbild und einer konsequenten Individualisierung.

Den zentralen Raum für gemeinschaftliches Leben und Lernen bietet die Klasse, die an der MBS in ihrer Zusammensetzung von derJahrgangsstufe 1-4, 5-10 und 11-13 überwiegend konstant bleibt. Konflikt- und Kompromissfähigkeit, Toleranz und Gewaltfreiheit können ganz besonders durch das kontinuierliche Leben und Lernen in einer heterogen zusammengesetzten Gruppe gefördert und stabilisiert werden. Zugleich wird die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft nachhaltig gestärkt.

Wichtige Voraussetzung ist eine günstige heterogene Zusammensetzung der Klassen, sodass sich ausreichend viele Schülerinnen und Schüler aus allen Leistungsbereichen in den einzelnen Klassen befinden. In dieser ausgewogen, heterogenen Schülerschaft können sich Anregungsmilieus entfalten, in denen sich
Potenziale für alle fruchtbar machen lassen.

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Seit dem Jahr 2010 kommt der Inklusion erhöhte Bedeutung zu. Lernen in einer inklusiven Schule bedeutet Lernen in einer gewollten heterogenen Gemeinschaft aller, in der jede und jeder willkommen ist und in der partnerschaftlich und respektvoll zusammen gearbeitet wird. Eine inklusive Schule widersetzt sich der Ausgrenzung, schafft ein inklusives Klima, organisiert Unterstützungsstrukturen für die Vielfalt aller Schülerinnen und Schüler. Sie schafft Lernarrangements, mittels derer die Teilhabe aller gesichert wird.

Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf werden gefördert, indem die Lernbedingungen und die alltäglichen Abläufe für sie und für die ganze Klasse so gestaltet werden, dass alle Kinder erfolgreich an ihren individuellen Entwicklungsschwerpunkten arbeiten können. Ihre Lern- und Entwicklungsziele werden in Förderplänen verbindlich vereinbart und im Rahmen der Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräche (SELG) mit Eltern sowie Schülerinnen und Schülern besprochen. Entsprechend ausgebildete Fachkräfte begleiten und unterstützen Schülerinnen und Schüler, Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrer sowie die Eltern in diesem Prozess.

Diese nicht ausgrenzende Art der Unterstützung wird im Rahmen der Inklusion auch im Sprachförderkonzept verfolgt. Neben klassenübergreifenden Förderkursen für sprachlich benachteiligte Kinder werden Kinder mit sprachlichen Kinder mit sprachlichen Lern- und Entwicklungsschwierigkeiten vorwiegend innerhalb des Klassenverbandes entsprechend ihres individuellen Bedarfs unterrichtsbegleitend intensiv unterstützt.

Multiprofessionale Arbeitsgruppen evaluieren und entwickeln das Inklusionskonzept kontinuierlich weiter.

Die Förderung von sozialer Kompetenz beginnt in der Grundschule und wird bis in die Sek II fortgeführt. Ein Element besteht in der Übernahme von Verantwortung im Rahmen des Klassenlebens. So haben alle Kinder einen Dienst bzw. ein Amt mit besonderer Funktion oder Aufgabe zu erfüllen, das sieeigenverantwortlich wahrnehmen. Aufgabenübernahme fördert die Selbständigkeit, stärkt das Selbstvertrauen, steigert das Verantwortungsgefühl, vertieft das Beziehungsgeflecht unter den Schülerinnen und Schülern und führt zu allgemeinem Lernaustausch. Eine wichtige Aufgabe bei dem Erwerb sozialer Kompetenz kommt dem Klassenrat, den Tutorenstunden, den Eingangsphasen  und den Tages- bzw. Wochenabschlüssen zu.

Aus dem Selbstverständnis als Club of Rome Schule folgt das Ziel, umweltgerechtes Verhalten auf allen Ebenen des schulischen Alltags zu erlernen und einzuüben und auch so die soziale Kompetenz der Schülerschaft zu erhöhen.

Klassenreisen sind ein wichtiges Element im Schulleben. Sie tragen zur Stärkung sozialer Kompetenz sowie zur Identifikation mit der Schule bei und stärken gleichfalls das Gemeinschaftsgefühl unter den Schülerinnen und Schülern.

Alle Schülerinnen und Schüler sind über feste Rituale in das Schulleben eingebunden. So findet z.B. einmal im Jahr für alle Schülerinnen und Schüler der Schule vor den Frühjahrsferien ein Musikfest und als Schuljahresabschluss ein Fest imVolkspark statt. Zu den Ritualen gehört auch, dass einzelne Jahrgänge Verantwortung für   die Gestaltung von besonderen Veranstaltungen für andere Jahrgänge übernehmen (Einschulungsfeiern, Sportwettbewerbe etc.). Die Rituale  dienen einerseits dazu, Verantwortlichkeiten festzulegen und Verbindlichkeiten herzustellen. Gleichzeitig soll damit aber auch bewusst dafür gesorgt werden, dass Gemeinschaft erfahren und hergestellt wird und Schülerinnen und Schüler in diesem Prozess Verantwortung übernehmen. Dazu gehört auch die Teilnahme an Wettbewerben, wenn sich dies aus der Arbeit der Schule heraus anbietet (Bertini‐Preis‐Wettbewerb, an dem Wettbewerb Demokratisch‐Handeln, am Wettbewerb „Jugend debattiert“, am Fremdsprachenwettbewerb, bei „Jugend trainiert für Olympia“, dem „Uwe-Seeler-Pokal“ sowie zahlreichen anderen Sportwettkämpfen und an dem Wettbewerb Umweltschule in Europa).

Die MBS ist seit vielen Jahren eine Langformschule von der Vorschule bis zum Abitur. Für die Schulentwicklungsprozesse ist deswegen die gegenseitige Befruchtung immer von entscheidender Bedeutung gewesen: Die Entwicklung des Lernbüros, des Projektunterrichts und der Werkstätten der Neuen MBS wäre ohne die Erfahrungen aus der in den 80er Jahren refor-mierten Primarstufe, den Reformbausteinen Projektstruktur, Methodencurriculum, flexible Differenzierung und Teamstrukturen der Sekundarstufe I der 90er Jahre und der parallel entwickelten Profil-Oberstufe nicht denkbar. Umgekehrt haben die Erfahrungen mit der Neuen MBS seit dem Jahr 2005 wichtige Weiterentwicklungen in der Primarstufe und der Oberstufe angestoßen. Wie stark die unterschiedlichen Abteilungen sich gegenseitig inspiriert haben, lässt sich auch daran ablesen, dass die zentralen Konzepte mittlerweile in allen Stufen Einzug gehalten haben.

Für die Schule ist es von besonderer Bedeutung, dass in allen Stufen Schülerinnen und Schü-lern arbeiten, die über die entsprechenden methodischen und sozialen Erfahrungen verfügen. Die methodische Einarbeitung der Schülerinnen und Schüler in den Übergängen (Jahrgang 1, Jahrgang 5 und Jahrgang 11) gelingt zum einen aufgrund der Unterstützung von kundigen Schülerexperten und Patenschaften aus der Grundschule bzw. Sekundarstufe I und zum anderen durch jahrgangsübergreifenden Unterricht in den Werkstätten, in Musikgruppen, Schulmannschaften und im Allgemeinbildungsbereich in der Oberstufe.

Die MBS hat sich dem Leitgedanken einer kompetenzorientierten Pädagogik verschrieben: Es sollen nicht mehr nur isolierte „Inhalte“ gelernt, sondern Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben werden, um inhaltliche Probleme zu lösen, vor allem aber, die Bereitschaft, dies auch tatsächlich zu tun. Es ist der Schule über die fachinhaltlichen Bildungsziele hinaus wichtig, dass Schülerinnen und Schüler lernen, sich für Probleme zu interessieren, sich eigene Ziele zu setzen, sich selbst zu motivieren, Handlungsschritte selbstständig zu planen, diese alleine oder in Gruppen zu bewältigen, dazu geeignete Materialien und Medien auszuwählen und zu benutzen, Ergebnisse vorzutragen und zu reflektieren.

Eine Schule, die diese Ziele ernst nimmt, muss selbstständiges Lernen zugleich zum Inhalt, zur Methode und zum Ziel machen. Dazu ist es erforderlich, Unterricht so zu gestalten, dass hierzu systematisch Gelegenheiten gegeben werden.

In der MBS bildet projektorientiertes und fächerübergreifendes Arbeiten einen roten Faden von der Vorschule bis zum Abitur: In der Primarstufe bilden im Sachunterricht u.a. die Werkstätten und Projektefächerübergreifende und handlungsorientierte Zugänge zu Sachthemen. In der Sekundarstufe I ist der fächerübergreifende Projektunterricht – eine der drei Säulen der Unterrichtsorganisation neben dem Lernbüro und den Werkstätten – der zentrale Ort dieses Vorgehens.

Der Profilunterricht der Oberstufe ist insgesamt als fächerübergreifender Unterricht mit vielen Projektphasen angelegt. Spielt in der Oberstufe auch die wissenschaftliche Relevanz von Themen eine Rolle, stehen in Grundschule und Mittelstufe eher die Sinnhaftigkeit des Ganzen im Zentrum. Durchgehend gründet der Ansatz aber darin, dass das Lernen in Projekten für die Schülerinnen und Schüler einen Erfahrungsbezug ermöglicht und an für sie relevanten Problemen ansetzt.

Dafür braucht es eine Methodenkompetenz auf Seiten der Schülerinnen und Schüler, die im Laufe der Zeit schrittweise eingeübt wird. Eckpfeiler bilden hier die Entwicklung einer fragenden Haltung, das forschende und experimentelle Untersuchen von Themen, die Arbeitsplanung, die Recherche, die Aufbereitung der Ergebnisse, z.B. im Erarbeiten von Vorträgen und Präsentationen oder dem Gestalten von Infowänden aber auch von Feedbackverfahren. Lehrerinnen und Lehrer sind in diesem Sinne Berater, die helfen komplexe Themen gangbar anzupacken und mithilfe von verschiedenen Methoden in eine organisierte, eigenaktive Erarbeitung zu überführen. Sie vertreten auch die schulintern abgestimmte epochale und exemplarische Anlage des projektorientierten und fächerverbindenden Arbeitens.

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Kompetenzorientierte Rückmeldungen sind ein bedeutsamer Teil des skizzierten Unterrichts. In den Jahrgangsstufen 1 – 8 hat die MBS hierzu altersgemäße Rückmeldeformate entwickelt, die ohne Noten auskommen: Der einzelne Lernende wird über seine individuelle Lernentwicklung und seinen erreichten Lernstand im Hinblick auf fachliche und überfachliche Kompetenzen informiert. Ein wichtiges Anliegen ist es, konstruktive Rückmeldungen zu gewährleisten und dabei Formen zu entwickeln, die die Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung positiv unterstützen, indem sie in der Formulierung wertschätzend auf positive Entwicklungen und Verbesserung abzielen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt wegen ihrer höheren Wirksamkeit dabei auf den Formen zeitnaher, mündlicher Leistungsrückmeldungen (Schüler-Eltern-Lehrergesprächen (SELG), Feedback-Runden u.ä.). Auch in den schriftlichen Rückmeldungsformaten (Zeugnisse) finden sich diese Grundsätze wieder. Diese besonders konstruktiven Möglichkeiten der Leistungsrückmeldung haben wir im Schulversuch „alles>>könner“ erfolgreich erprobt und evaluiert. Es wurde mit der Umsetzung dieses Konzeptes unter anderem eine größere Transparenz bezüglich der erwarteten bzw. tatsächlich erreichten Kompetenzen für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler erzielt. Der individuelle Fortschritt und die sich daraus ergebenden weiteren Lernschritte jedes Schülers und jeder Schülerin werden konkretisiert. Deshalb stößt dieses Konzept mit all seinen Komponenten auf eine breite Akzeptanz in der Elternschaft der MBS. Ab Jahrgang 9 erhalten die Schülerinnen und Schüler Notenzeugnisse.

  • Begabungsförderung:
    Kerstin Boveland
    E‑Mail: kerstin.boveland@mbs-altona.de
    Sprechstunde für Lehrkräfte der MBS, Eltern und SchülerInnen digital nach Vereinbarung, Anmeldung bitte per Mail.

 

Grundsätze

Die Begabungsförderung an der MBS ist wie unser Unterricht individualisiert und differenziert und hat im Sinne der inklusiven Schule das Ziel, allen SchülerInnen gerecht zu werden. Insbesondere liegt uns am Herzen, dass sich unsere SchülerInnen optimal entfalten können, ihre Stärken entdecken und sich auf ihrem Niveau weiter entwickeln können.

Förderung innerhalb des Regelunterrichts

Der größte Teil der Begabungsförderung findet im Regelunterricht nach dem Prinzip der Akzeleration und einem hohen Grad an Binnendifferenzierung statt. In manchen Fällen ist die Teilnahme an zusätzlichen Angeboten sinnvoll. Hier schauen wir sehr genau gemeinsam mit Eltern, SchülerInnen und Lehrkräften darauf, was für den jeweiligen Schüler oder die Schülerin ein passendes Angebot sein kann. Diese Angebote können innerhalb oder außerhalb der Schule stattfinden.

Förderung innerhalb der Schule

Innerhalb der Schule gibt eine Vielzahl an Angeboten wie z.B. die Teilnahme am Orchester, die Vorbereitung auf Sprachzertifikate mithilfe unserer FremdsprachenassistentInnen, die Vorbereitung zur Teilnahme an Wettbewerben wie dem Schreibwettbewerb KLASSEnSÄTZE, dem Informatikwettbewerb Informatik-Biber sowie die Teilnahme an der Mathenacht oder dem Mathe-Zirkel in der Grundschule.

Für manche SchülerInnen ist auch eine Begabungsförderung nach dem Drehtürmodell passend. Dies bedeutet, dass ein einzelner Schüler oder eine Schülerin für einen gemeinsam vereinbarten Zeitraum in einem Fach, in dem er oder sie besonders begabt ist, am Unterricht einer höheren Klasse teilnimmt.

Ein besonderes Angebot der Begabungsförderung entsteht gerade am Standort D, wo nach dem Konzept eines Makerspace oder FabLab unsere Max Brauer MachBar! entsteht. Mehr dazu finden Sie hier.

Förderung außerhalb der Schule

Sollte es innerhalb der Schule kein passendes Angebot für die besondere Begabung eines Schülers oder einer Schülerin geben, versuchen wir, Angebote außerhalb der Schule zu finden, die unsere SchülerInnen optimal fördern und fordern. Dies können Angebote von Theatern oder der regelmäßige Besuch des Schülerforschungszentrums, kurz SFZ sein. Die Teilnahme an solchen Angeboten erfolgt in der Regel über die Anmeldung des Schülers oder der Schülerin durch eine Lehrkraft der MBS. Auch die Teilnahme an Angeboten der Beratungsstelle für besondere Begabungen, wie beispielsweise eine Teilnahme an den  KreSch-Kursen (Kreatives Schreiben)  im Herbst befürworten und unterstützen wir.

Das vielfältige Angebot an Stipendien haben wir stets im Blick und weisen die KlassenlehrerInnen der betroffenen Jahrgänge auf Möglichkeiten und Fristen hin.

Kooperation mit Eltern

Sollten Sie als Eltern Fragen zum Thema Begabungsförderung haben, nehmen Sie gern Kontakt zur Fachkraft für Begabungsförderung (siehe oben) auf. Sie als Eltern kennen Ihre Kinder sehr viel besser als wir LehrerInnen und wissen gegebenenfalls von  Stärken, die wir vielleicht in der Schule noch gar nicht erkannt haben. In diesem Fall sind wir sehr dankbar für Ihre Hinweise um Ihr Kind optimal fordern zu können. Da eine besondere Begabung sich nicht immer durch eine hohe Leistung oder Leistungsbereitschaft zeigt, können Ihre Beobachtungen sehr wichtig für uns sein.

Die Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt ist ein wichtiger Bestandteil der MBS, dabei stehen vier Aspekte im Mittelpunkt der Berufs- und Studienorientierung:

  1. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich ihrer vielfältigen Stärken bewusst werden.
  2. Sie sollen ermutigt werden, ihre individuellen Ziele zu finden.
  3. Die verschiedenen Angebote sollen die unterschiedlichen Wege der Berufs- und Studienorientierung aufzeigen.
  4. Die Schule schafft möglichst viele Gelegenheiten, sich an selbst gewählten außerschulischen Lernorten auszuprobieren.

Um diese Ziele zu erreichen gibt es zentrale feste Bausteine der Berufs- und Studienorientierung. Dies sind der Töchter-/Söhne-Tag in Jg. 6 und 7, das Projekt Berufsorientierung im Anschluss an das Langzeitprojekt in Jg.8, das Blockpraktikum mit dem anschließenden Besonderen Lerntag in Jg. 9, die enge Kooperation mit dem Stadtteil- und Kulturzentrum MOTTE, die regelmäßigen Beratungen und Vorträge seitens der Agentur für Arbeit, die Zusammenarbeit mit der beruflichen Schule H 19 in Jg. 10, die Orientierungstage in Jg.11, das Betriebspraktikum in Jg.12. Weitere Bausteine wie das Praktikum in Jg. 10 oder eine spezielle Werk-7statt für Schulmüde oder das Portfolio zur Berufs- und Studienorientierung in der Oberstufe werden ständig weiterentwickelt. Auf den Jahrgangselternabenden der Sek 1 werden die Eltern regelmäßig über Möglichkeiten, Veränderungen, Beratungsangebote informiert.

In diesem Feld hat die Arbeitslehre einen besonderen Anteil daran, dass die Schülerinnen und Schüler mit Kopf, Herz und Hand lernen und sich im handwerklichen und ingenieurwissenschaftlichen Bereich beruflich orientieren können. Im Werkstattbereich und in Wahlpflichtkursen entwickeln sie in schuleigenen Werkstätten (Holz, Metall, CNC-Fräse, Textil, Küche) handwerkliche Fertigkeiten und erlernen, wie sie Ideen planvoll verfolgen und Dinge selbst herstellen können.

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Seit dem Schuljahr 2013/14ist die Grundschule in allen Jahrgängen Ganztagsschule nach dem GTS-Modell in der teilgebundenen Form. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler dienstags und donnerstags Regelunterricht von 8 Uhr bis 16 Uhr haben. Montags und mittwochs können die Erst- und Zweitklässler nachmittags eine Stammgruppe mit Spiel-und Bastelangeboten besuchen und die Dritt- und Viertklässler können an Kursen teilnehmen, die ihren Neigungen entsprechen. Am Freitag ist für alle Regelunterricht von 8 Uhr bis 13 Uhr. Alle Kinder können an einem Mittagessen teilnehmen. Während der Mittagszeit können die Kinder vor und nach dem Mittagessen an diversen Angeboten, wie zum Beispiel Sport und Vorlesen, teilnehmen. Auch steht ihnen der Pausenhof mit Spielgeräten und Fahrzeugen zur freien Verfügung.

Darüber hinaus wird in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eine Frühbetreuung von 6-8 Uhr, eine Spätbetreuung von 16-18 Uhr, freitags eine Nachmittagsbetreuung von 13-16 Uhr und eine Ferienbetreuung angeboten. Die Vorschülerinnen und Vorschüler kön-nen ebenso zur Nachmittags-,Rand- und Ferienbetreuung kostenpflichtig angemeldet werden; auch die Schülerinnen und Schüler der Jg. 5 – 7 können an der Freitagnachmittag- und der Ferienbetreuung teilnehmen.

In den Jahrgängen 5-10 ist die Max-Brauer-Schule eine voll gebundene Ganztagsschule, in der die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 an vier Tagen der Woche von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 12.30 Uhr Unterricht haben. Die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 7 haben Mittwoch bis 14.30 Uhr, dafür aber am Freitag bis 15 Uhr Unterricht. Der Unterricht ist rhythmisiert: An eine Einzelstunde und die nachfolgende kleine Pause schließen sich zwei Doppelstundenblöcke mit einer dazwischen liegenden 30-minütigen Pause an. In der Mittagspause, die 1¼ Stunden dauert, essen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam. Vor und nach dem Essen können die Schülerinnen und Schüler Mittagsangebo-te besuchen oder selbstbestimmt ihre Pause gestalten. Nach der Mittagspause finden noch drei Unterrichtstunden statt. Dieser rhythmisierte Schultag macht für alle Schülerinnen und Schüler einen Wechsel zwischen Phasen der Anspannung und der Entspannung möglich.

Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler in der Ganztagsschule übernehmen Lehrer und Lehrerinnen, Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen, Erzieherinnen sowie Honorarkräfte.

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Kultur ist wichtiger Teil der Vielfalt der Schule. In den ästhetischen Fächern, in verschiedenen Werkstätten und Kursen werden die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zum kreativen Schaffen und sinnlichen Erleben entwickelt und gestärkt. Durch die ästhetischen Lerninhalte verbinden die Schülerinnen und Schüler Handarbeit, ernsthaftes Spiel und Wahrnehmung der Form, wodurch ihnen Möglichkeiten zu Selbstausdruck und Identitätsfindung gegeben werden. Sie gewinnen soziale Erfahrungen, übernehmen Verantwortung in der Gruppe und werden zu intellektueller Auseinandersetzung und Reflexion angeregt.

Im Schulalltag werden die genannten Kompetenzen vorwiegend durch praktisches Tun mit theoretischen Anteilen und verschiedene Formen der öffentlichen Präsentation ausgebildet. So erleben Schülerinnen und Schüler durch die ästhetische Produktion ihre Selbstwirksamkeit.

Auch im ästhetischen Lernen wird konsequent der Idee der Individualisierung gefolgt. Die Schülerinnen und Schüler lernen im Verlaufe der Schulzeit möglichst viele verschieden Arten des künstlerischen Ausdrucks kennen, können sich dann aber nach ihren persönlichen Interessen und Neigungen auf einen oder mehrere Bereiche konzentrieren. Die MBS hat als Langform von Jg. 0-13 die Chance, für jede Altersstufe angemessene Angebote zu bieten, die aufeinander aufbauen und neue Einstiege ermöglichen. Dies umfasst verschiedene Fachanteile aus den Bereichen Musik, Theater, Literatur, Bildende Kunst, Fremdsprachen und Medienkultur und setzt Schwerpunkte in unterschiedlichen Jahrgängen.

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Das Lernen außerhalb der Schule ist ein fester Bestandteil des Unterrichts der MBS. Ob es der Projektunterricht ist, der sich zum Grundprinzip gemacht hat, bei jedem Projekt außer-schulische Lernorte aufzusuchen, ob es der Fachunterricht ist, der Anregungen im Theater, in der Kunst und Musik oder im Sport immer in der ganzen Stadt sucht, oder ob es die Langzeitprojekte von Hamburg bis in die Alpen oder über den Ärmelkanal sind.

Lernen macht Spaß und erzeugt Sinn, wenn Gelerntes von Schülerinnen und Schülern auf seine Tauglichkeit im „wahren Leben“ überprüft werden kann. Die Aussicht darauf, dass Erkenntnisse außerhalb der vier Schulwände angewendet, revidiert und erweitert werden können, macht Forderungen nach Leistungen, Anstrengungen und Verlässlichkeit einsichtig. Andere Lernumgebungen bieten Selbsterprobungen, führen nicht selten zu Verhaltenskorrekturen und leisten folglich einen wichtigen Beitrag für die Identitätsbildung von Kindern und Jugendlichen. In Lernumständen, in denen sich Schülerinnen und Schüler bewähren können, indem sie ausprobieren und finden, in denen sie etwas organisieren, gemeinsam Niederlagen durchstehen und Erfolge genießen, stärken ihr Selbstbewusstsein. Sie erleben, dass sie wirklich gebraucht werden und „etwas wert“ sind.

Ein wichtiger Konzeptbaustein in der Sek I ist das Langzeitprojekt, das in besonderer Weise das Motto „Raus aus der Schule“ umsetzt. Das Langzeitprojekt findet am Anfang des 8. Jahr-gangs für mehrere Wochen außerhalb der Schule statt. Eine andere Lernumgebung bietet die Möglichkeit, Gelerntes jenseits von Punkten, Rastern, Kompetenzbegriffen und Zensuren anzuwenden und auf seine Tauglichkeit hin zu überprüfen. Dabei geht es darum, Herausforderungen anzunehmen, gemeinsam Grenzen zu überschreiten, Außergewöhnliches zu erleben, über sich hinauszuwachsen und selbständige Entscheidungen zu treffen.

Der ganzheitliche Blick auf den Menschen und seine Fähigkeiten und die Erkenntnis, dass das Lernen für das Leben nicht nur aus Matheformeln und Textanalyse besteht, zielt auf die Bemühungen, die Schülerinnen und Schüler auch außerhalb der Schule auf das Leben vorzubereiten und ihnen vielfältige Möglichkeiten zu bieten.

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