Nach­fol­gend lesen Sie in Ori­gi­nal­länge (und Recht­schrei­bung ;) die Blog­ein­träge unse­rer Mali­rei­sen­den vom Februar/März 2007.

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Die ers­ten Tage

(26.02.2007)

Hallo ihr Lie­ben,
seit 3 Tagen sind wir nun hier in Mali ange­kom­men und las­sen es uns, trotz der dol­len Hitze, gut gehen.
Zwar gab es auf der Reise einige Kom­pli­ka­tio­nen, zwei Kof­fer sind bis heute nicht ange­kom­men, den­noch sind wir wohl auf und bereit mit unse­ren Pro­jek­ten zu begin­nen.
Obwohl die Schu­e­ler heute schul­frei haben, waren wir in der Schule und haben mit Freude fest­ge­stellt dass der Schul­gar­ten gut laeuft.

Jetzt wird es lang­sam kueh­ler, weil der Abend anbricht und wir las­sen lang­sam bei einem kueh­len Getraenck den Abend aus­klin­gen, bevor es dann in unsere Mos­ki­to­zelte geht, von denen wir den Ster­nen­him­mel betrach­ten koen­nen.
Wir mel­den uns bald wieder.seid bis dahin ganz lieb gegruesst,

eure Inga und Judith aus der Mali Gruppe

gruppe1

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Kan­ti­nen­kin­der

(28. Februar 2007)

Nun sind wir schon 5 Tage in Mali!!!
Heute haben wir die Kan­tine besucht, wo wir herz­lich von den Kin­dern und Leh­rern begrüsst wur­den. Wir wur­den reich­lich beschenkt . Unglaub­lich wie sie uns beschenkt haben, obwohl sie doch so arm sind.
Abends sind einige von uns zu einem tra­di­tio­nel­len Tanz­abend gegan­gen, sie fan­den es sehr schön.

Eigent­lich sollte an die­ser Stelle ein Foto von uns und den Geschen­ken der Kin­der sein, aber lei­der hat das Hoch­la­den die­ses­mal noch nicht geklappt.

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Zum Fest auf Eselskarren

(28. Februar 2007)

Nun haben wir schon Mitt­woch, die Zeit ver­geht wie im Flug.

esel

Heute sind wir zu einem tra­di­tio­nel­len Dogon­fest ein­ge­la­den wor­den. Die Dogon sind das Volk, das hier in der Umge­bung lebt. Die Dör­fer aus denen die Kan­ti­nen­kin­der kom­men, haben das Fest extra für uns aus­ge­rich­tet.
Den Weg dort­hin bestrit­ten wir auf Esels­kar­ren :) Dies war nicht nur eine lus­tige Erfahrung….

Die Frauen der Dör­fer haben uns ein Tanz­spek­ta­kel gebo­ten, in das sie uns erfolg­reich ein­ge­bun­den haben. Anschlies­send haben die Män­ner ihre Mas­ken­tänze vor­ge­führt. Dann haben wir eine Füh­rung durch das Dorf gemacht, dabei haben wir viel über die Dogon-Kultur gelernt. Unter einem sehr gros­sen Man­go­baum haben wir Mit­tag geges­sen und lange Siesta gehalten.

Heute abend sind wir ganz schön platt und freuen uns auf die eis­kalte Cola im »Hotel«

von Mats , Natha­lie und Wolf

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Ers­ter Schultag

(01. März 2007)

Heute war end­lich unser 1. Schul­tag hier in Ban­dia­gara, aber lei­der nur ein sehr kur­zer. Wir haben noch nie so bedau­ert dass Unter­richt aus­fällt. Nach­mit­tags ist in ganz Mali die Schule aus­ge­fal­len, weil ein Sport­nach­mit­tag ange­setzt war. Heute hat­ten wir ein Gespräch mit den 4 Schul­lei­tern und mor­gen kanns rich­tig losgehen.

von Sarah, Jara und Nathalie

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Was­ser für alle

(02. März 2007)

Liebe Max Brauerchens,

Ja wir bru­zeln immer noch!

Nach dem Früh­stück (Baguett mit Mar­me­lade; wie jeden Tag) gings ab zur Schule Alpha Ali Seck. Nach dem wir alle Kin­der in den Klas­sen begrüsst haben, fin­gen wir end­lich auch mal an uns kör­per­lich zu betä­ti­gen– erfolg­reich! Die Pumpe funk­tio­niert! Als Beloh­nung haben wir in »unse­rer« Kan­tine gefut­tert. Sagen wir mal es war sehr… exo­tisch. Anschlies­send haben wir noch Ein­weg­ka­me­ras an ein paar Kin­der ver­teilt. So; man­che waren noch auf Shoppingtour-wir wer­den als rich­tige Malia­ner zurück kom­men.
Heute Abend sind wir zum Essen bei Belco einem der vier Direk­to­ren der Schule ein­ge­la­den. (Min­des­tens ein Huhn wird dran glau­ben müs­sen.
Uns gehts sehr gut, Sven hat einen Son­nen­brand, und wir fres­sen uns dick und rund!!!

Alles liebe an euch, tud uns sooooo leid dass ihr noch zur Schule muss­tet, und noch tolle Ferien;
Eure maligruppe

Von Joana, Natha­lie und Maxi

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Aben­teuer Wanderung

(04. März 2007)

Wie ihr sicher bemerkt habt, haben wir ges­tern keine Nach­richt hiner­las­sen. Wir waren ges­tern und heute in der Falaise wan­dern.
Ges­tern Abend waren wir total ko, denn wir hat­ten eine 17 km lange Wan­de­rung hin­ter uns.
Erst hiess es bergab, dann ging es meh­rere km gerade aus– bei bei­den konn­ten wir die schöne Land­schaft genies­sen, trotz sen­gen­der Sonne und Gegen­wind. Den letz­ten km ging es dann durch die Fel­sen berg­auf in unser »Hotel«. Zuletzt kamen wir durch eine »Oase« – über­all wurde es grü­ner und grü­ner, durch bewäs­serte Felder.

Im »Hotel« ange­kom­men bezo­gen wir erstein­mal unsere Bet­ten auf den Dächern. Wir freu­ten uns beim Son­nen­un­ter­gang schon auf den wun­der­vol­len Ster­nen­him­mel, aber Pus­te­ku­chen, es war Voll­mond, der natür­lich auch ansehn­lich war. Aber plötz­lich wurde es dunk­ler und dunk­ler. Es sah so aus, als ob jemand Stück für Stück vom Mond abbeis­sen würde. Auf­ein­mal war der Mond ganz ver­schwun­den– totale Mond­fins­ter­nis.
Plötz­lich begann die Kir­che des Ortes zu läu­ten, alle Leute mach­ten Krach und trom­mel­ten, andere schos­sen Leucht­ra­ke­ten in die Luft. Hat­ten die Ein­hei­mi­schen Angst, dass es nicht mehr Tag wird???!!!
Die totale Mond­fins­ter­nis dau­erte ca. 2 Stun­den– Für uns ein total fas­zi­nie­ren­des Erlebnis.

Heute ging es nach dem Früh­stück zu dem letz­ten Teil unse­res Ausfluges.Wir wan­der­ten nur noch 2 Stun­den in den näch­ten Ort– wo der »Bus«, der schon fast aus­ein­an­der fiel, auf uns war­tete. Auf der 2 stün­di­gen Fahrt sass Charly auf dem Dach! Bei der kur­ven­rei­chen Fahrt– wir fuh­ren quer­feld­ein– hat­ten einige total Angst um ihn, ande­ren wurde kotz­übel– aber kei­ner über­gab sich.

In unse­rem Hotel ange­kom­men, ent­spann­ten wir uns den Rest des Tages.

Von Derya und Nathalie

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Inges Geburts­tag

(05. März 2007)

Heute began­nen wir den Tag mit einem Geburts­tags­früh­stück für Inge!

Nach dem Früh­stück bau­ten einige den Solar­ko­cher auf – wir hof­fen die Schul­kan­tine wird ihn zum Was­ser­ko­chen benut­zen – andere gin­gen in die Schule, um die dor­tige Sani­täts­sta­tion zu besu­chen. Eine uner­war­tete Ein­la­dung zu einer Gesangs­ein­lage einer Klasse ver­än­derte den Plan. Eine Stunde lang tru­gen uns die Schü­ler allein oder im Chor ihre Lieb­lings­liegder vor! Der Mut vor 100 Leu­ten zu sin­gen und ihre Begeis­te­rung haben uns sehr beein­druckt.
Jetzt freuen wir uns auf das Fuss­ball­spiel mit der Part­ner­schule und die grosse Geburts­tags­party von Inge heute abend.

Viele Grüsse von der Maligruppe

Gun­nar und Nathalie

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Der Tag danach

(06. März 2007)

Heute mor­gen beim Früh­stück war die Stim­mung etwas ver­schla­fen. Der Grund dafür: Die gest­rige Party zu Inges Geburts­tag ver­lief sehr aus­ge­las­sen, mit viel Tanz und Geträn­ken. Tro­z­dem muss­ten wir heute in die Schule, denn wir hat­ten noch zwei pro­jekte zuende zu brin­gen. Die Pumpe musste mal wie­der befes­tigt wer­den, wofür Sarah und Maxi kopf­über in den Brun­nen gehängt wur­den! Keine Angst, sie sind noch unter den Leben­den^^
Aus­ser­dem muss­ten wir natür­lich die Kame­ras wie­der ein­sam­meln, was ohne pro­bleme ver­lief, nahezu jeder schü­ler brachte seine Kamera wie­der zurück! Ob das in Ham­burg auch so klap­pen würde?
Eben waren wir nun auf einer Leh­rer­kon­fe­renz, bei der wir unsere Gast­ge­schenke über­reich­ten. Sie haben sehr über unsere Geschenke gefreut.
Gerade jetzt sind unsere Jungs fleis­sig am ver­lie­ren, gegen die Fussballschulmannschaft!

Wir freuen uns schon auf das Abend­es­sen; wel­ches wir heute bei Nouh genies­sen dürfen.

Bis hof­fent­lich mor­gen,
die Maligruppe

von Natha­lie und Inga

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Rück­blick von Mitt­woch bis heute

(12. März 2007)

Hey ihr habt euch sicher gewun­dert das wir län­gere Zeit nicht mehr geschrie­ben haben!! Das liegt daran das wir in Mopti und Ségou kein Inter­net zugang hatten.

Mi: Heute haben wir nach dem Früh­stück den Solar­ko­cher zu dem ört­li­chen Geburts­haus gebracht. Dan­nach haben wir uns noch das Natur­heil­kran­ken­haus ange­guckt, einige von uns haben sich auch Heil­mit­tel gekauft!
Am Nach­mit­tag haben wir in einer Klasse etwas Vor­ge­sun­gen, das hat total spaß gemacht. Am Abend wurde ein Abschieds­fest gefei­ert. Mats, Sven, Maxi und Natha­lie wur­den die Haare fri­siert. Das dau­erte ins­ge­sammt 4 Stunden.

Do: Heute hieß es für uns Sachen auf­la­den und mit dem Bus nach Mopti. Nach ca. 2 Stun­den Fahrt sind wir an unse­rem Hotel ange­kom­men, haben ein­ge­checkt. Dann gabs erst ein­mal Mit­tags­es­sen, es dau­erte 3 Stun­den bis wir es bekom­men hat­ten, da keine Frau in der Küche stand ( 8.März= Weltfrauentag)!!!!!

Fr: Heute konn­ten wir machen was wir wol­len, bis um 16 Uhr. Dann sind wir mit 2 Piro­gen (bana­nen­för­mige Boote) den Bani und Niger ent­lang gefahren.

So: Heute pack­ten wir schon wie­der unsere Sachen (das letzte mal auf die­ser Reise), denn wir sind nach Bamako gefah­ren. Wo wir um 23.50 Uhr abge­flo­gen sind.

Mo: Nach dem 5 stün­di­gen Auf­ent­halt in Paris waren wir alle etwas geschafft, aber da wir alle wuss­ten das wir dann nur noch 1,5 Stun­den zu flie­gen hat­ten hatte wir noch Rest Energie.

In Ham­burg war­te­ten schon alle Eltern, Freunde und Kin­der.
Fazit: Im Gro­ßen und Gan­zen war die Reise ein­sehr schöns Erlebnis.

Liebe Güße und noch schöne ferien die Maliegruppe

Von Natha­lie


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